v.l.Gerhard Burtscher (BTV)Hannes Reichelt und Raimund Margreiter

Unterstützung für das Tiroler Krebsforschungsinstitut

10. November 2016

Hallo Leute,

als Sportler weiß man wie schmal der Grad zwischen Gesundheit und Krankheit sein kann, zumindest glaubt man es. Bei einigen Verletzungen und Unfällen hinterfragt man manchmal schon: Warum ich? Dann komm ich aber ganz schnell wieder auf den Boden der Realität zurück, wenn ich mit Ärzten aus meinem Umfeld spreche, die im Krankenhaus ganz andere Probleme kennen. Hier sind meine Wehwehchen ja nichts dagegen.

Das alles hat mich nachdenklich gemacht und in mir den Wunsch geweckt, mich ab sofort für die gute Sache zu engagieren. Weil es gibt andere, denen es nicht so gut geht. Es ist mir schon klar, dass ich alleine nicht die Welt verändern kann, aber a bissal was kann jeder dazu beitragen und deshalb habe ich mich entschlossen all jenen etwas zurück zu geben, die nicht so viel Glück im Leben haben – den Menschen, die an Krebs erkrankt sind.

Durch meine Freundschaft zu Raimund (Univ.-Prof. Dr. Raimund Margreiter) – seines Zeichens langjähriger Obmann des Trägervereins des Tiroler Krebsforschungsinstituts – sind wir eines Abends auf das Thema Krebs, die Arbeit des Tiroler Krebsforschungsinstituts und damit auch auf den Umstand zu sprechen gekommen, dass das Tiroler Krebsforschungsinstitut auf Spenden jeglicher Art angewiesen ist. Das hat mir zu denken gegeben, wie man helfen könnte. Und ich dachte mir gleich – mit einer Spende allein ist es nicht getan. Ich hatte mit meinem Lebenslauf und meiner Karriere viel Glück. Und jetzt ist es eben an der Zeit, denen, die nicht so viel Glück im Leben haben, etwas zurück zu geben. Deshalb engagiere ich mich für das Tiroler Krebsforschungsinstitut.

Ich denke am besten kann ich helfen, wenn ich meinen Status als Skirennfahrer nutze. Ich habe durch mein tägliches Training und die vielen Rennen zwar auch nur begrenzt Zeit, aber ich möchte als eine erste Maßnahme am Ende der Saison einen exklusiven Skitag mit mir zur Verfügung stellen – dieser Tag kann von Gönnern und Sponsoren ersteigert werden. Der Erlös geht zu 100 Prozent an das Tiroler Krebsforschungsinstitut. Detailsinformationen dazu folgen noch.

Was meine eigene Gesundheit betrifft, bin ich noch nicht ganz dort, wo ich gerne sein würde. Nach meiner Operation an der Lendenwirbelsäule im September, war mein ganzer Therapieplan auf die ersten Speed Rennen in Übersee aufgebaut. Leider muss ich heute sagen, dass es sich dafür wohl nicht ausgehen wird. Ich war zwar vor meiner Operation durch das harte und sehr gute Sommertraining richtig gut in Form, aber die Wochen nach dem Eingriff habe ich nach ärztlicher Verordnung einfach zu viel Zeit im Bett und mit Spaziergängen verbringen müssen.

Besonders Beaver Creek werde ich schmerzlich vermissen und nur vor dem Fernseher anschauen können. Die Erinnerungen an die 3 Weltcup Siege und zusätzlich die Goldmedaille bei der letzten WM auf der bekannten „Birds of Prey“ haben mich schon hoffen lassen, aber im Moment sieht es danach aus, dass ich – so der Körper es will – im Dezember ins Rennengeschehen einsteigen kann. Im Moment trainiere ich zwar wieder auf Schnee – aber trotz der neuen Zuversicht muss ich vorsichtig bleiben.

Jetzt heißt es auf den Körper hören und im Training nochmals Vollgas geben, damit ich bald wieder mal vom Stockerl lachen kann.
Viele Grüße
Hannes


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